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„They needed help, you let them die.
Fuck off and die, Fucker
fuck off and die.“
 
Dieses Lied ist etwas älter, als der Krieg in der Ukraine.
Ich wusste nicht, ob ich es angesichts des Leids und der gezielten Vereinnahmungen von Seiten der Feinde der Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit veröffentlichen soll und darf.
 
Doch wenn es richtig verstanden ist – und eigentlich ist es einfach – dann ist das Lied eine Durchsage direkt nach „die (oder den) da oben“.
 
Ja, ganz einfach.
Die, die an den Hebeln der Macht die falschen Entscheidungen treffen und Leute verrecken lassen.
An die antiquierten Männer, Patriarchen, Hasardeure, die einsam und allein an irgendeiner beschissenen Spitze sitzen und unmenschlich und weltfremd agieren.
Es ist kein Wunsch, aufzurüsten und in den Krieg zu ziehen, obwohl ich dann auch selber mit dem Lied gemeint werden kann.
Es ist kein Wunsch nach Gewalttaten.
Es sagt aber, was es sagt.
 
Ein abgründiges Piano-Chanson.
Nicht mehr nur wütend, einfach durch.
Bräuchten wir was Aufbauenderes?
Ja, aber nicht musikalisch.
Moralisch, aber was heisst Moral?
Geschockt vom Leugnen.
Vom Ausverkauf.
Vom Waffenexportrekord.
Von rein privatwirtschaftlichen Interessen und Vormachtstellungen.
Kaputter Aufschrei gegen Pushbacks oder Behinderung der Seenotrettung.
Verachtung.
Fuck off and…
 
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Johanna Alcer hat das offizielle (Fan-)Video gemacht.
Es handelt vom Prozess einer Stencilanfertigung eines jungen Punks mit besagtem Slogan auf der Kutte.
Dem Prozess der Anfertigung des Bildes folgend das schöne Lied vom Groll sich reinfahrend.
Eine Jugendpose in vielen Schichten.
Schablone für Schablone.
Das Lied ist keine.
 

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